{"id":2403,"date":"2023-12-11T20:47:59","date_gmt":"2023-12-11T20:47:59","guid":{"rendered":"https:\/\/www.cap2.eu\/?p=2403"},"modified":"2026-01-26T13:09:13","modified_gmt":"2026-01-26T13:09:13","slug":"cop28-zwischenfazit-auf-dem-letzten-meter","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.cap2.eu\/de\/cop28-zwischenfazit-auf-dem-letzten-meter\/","title":{"rendered":"COP28 \u2013 Zwischenfazit auf dem letzten Meter"},"content":{"rendered":"<p>Die COP28-Konferenz in Dubai geht langsam dem Ende entgehen, und es ist an der Zeit, ein erstes Fazit zu ziehen. Die Hauptaufgabe der Konferenz bestand darin, eine Bilanz zu ziehen, wo die Welt acht Jahre nach der Unterzeichnung des Pariser Abkommens steht &#8211; und wie die L\u00e4nder die massiven Defizite zu beheben gedenken, die in der Umsetzung von Zielvorgaben entstanden sind. Gemessen an der CO<sub>2<\/sub>-Konzentration in der Atmosph\u00e4re sind alle bisherigen Klimakonferenzen gescheitert. Seit Beginn regelm\u00e4\u00dfiger Messungen im Jahr 1958 steigt die Konzentration von CO<sub>2<\/sub> in der Atmosph\u00e4re exponentiell an, und daran haben die bisherigen Konferenzen der letzten 20 Jahre wenig ge\u00e4ndert. Man k\u00f6nnte allenfalls wohlwollend feststellen, dass die Wachstumsrate in den letzten 20 Jahren im Trend nicht mehr zugenommen hat.<\/p>\n<p>Aber wo stehen wir nun auf der Konferenz mit den Verhandlungen \u00fcber den Vertragsentwurf?<\/p>\n<p>Einer der wichtigsten Texte, der noch fertiggestellt werden muss, ist der Global Stocktake, eine alle zwei Jahre stattfindende umfassende Bewertung der nationalen Klimaschutzbeitr\u00e4ge der L\u00e4nder. Diese nationalen Emissionsminderungsstrategien werden alle f\u00fcnf Jahre gem\u00e4\u00df des Pariser Abkommen von 2015 zur Begrenzung der Erderw\u00e4rmung auf 1,5\u00b0C \u00fcberpr\u00fcft.<\/p>\n<p>Der von der UNFCCC ver\u00f6ffentlichte Textentwurf enth\u00e4lt eine Reihe von Optionen zur Reduzierung der globalen Emissionen. Darunter befinden sich auch drei Optionen zur Formulierung eines Ausstiegs aus fossilen Brennstoffen sowie ein Textentwurf zur Rolle des Privatsektors und der Natur.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Fossile Energietr\u00e4ger<\/strong><\/p>\n<p>Die Hauptdiskussionsthemen f\u00fcr den Rest der Konferenz sind nun die Strategien des Ausstiegs oder des Auslaufens fossiler Brennstoffe. Kritisch anzumerken ist dabei, dass sehr allgemein von fossilen Energietr\u00e4gern gesprochen wird und nicht explizit auf Kohle, \u00d6l oder Gas eingegangen wird. Die aktuellen Positionen k\u00f6nnen dabei den folgenden Zitaten entnommen werden. So ist an einer Stelle von einem \u201egeordneten und gerechten Ausstieg\u201c aus der Nutzung fossiler Brennstoffe die Rede, wobei es eine &#8222;Beschleunigung der Bem\u00fchungen um einen schrittweisen Ausstieg aus der Nutzung fossiler Brennstoffe\u201c geben soll, um eine rasche Verringerung ihrer Nutzung zu erreichen, bis dann etwa Mitte des Jahrhunderts eine Netto-Null-CO2-Bilanz der Energiesysteme erreicht werde.<\/p>\n<p>Richtig ambitioniert klingt das nicht, wobei in den Verhandlungen momentan zwei S\u00e4ulen einer Ausstiegsstrategie f\u00fcr die fossile Industrie im Mittelpunkt stehen. Dabei geht es um die technischen Verfahren des <strong>Direct Air Capture (DAC)<\/strong> und der <strong>Carbon Capture and Storage (CCS)<\/strong>, mit deren Hilfe Netto-Null-CO<sub>2<\/sub>-Emissionen erreicht werden k\u00f6nnen. Es wird dabei diskutiert, wie diese Verfahren eingesetzt werden sollten, um das ausgerufene Ziel zu erreichen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Direct Air Capture<\/strong><\/p>\n<p>Technologien zur direkten Abscheidung von CO<sub>2<\/sub> aus der Luft (Direct Air Capture, DAC) entfernen CO<sub>2<\/sub> direkt aus der Atmosph\u00e4re zur Speicherung oder Nutzung. Bisher sind weltweit 27 DAC-Anlagen in Betrieb, die jedes Jahr knapp 0,01 Mio. t CO<sub>2<\/sub> abscheiden. Im Jahr 2022 wurden insgesamt 37 Mrd. t CO<sub>2<\/sub> emittiert, wovon die durch DAC abgeschiedenen Emissionen lediglich 0,000027% der gegenw\u00e4rtigen Emissionen ausmachen.<\/p>\n<p>Ein Nachteil dieser Technologie besteht in ihrem enormen Energiebedarf. Im Jahr 2020 betrug die mittlere Sch\u00e4tzung des Energieverbrauchs f\u00fcr Technologien mit festen Sorbentien etwa 8 GJ\/t CO<sub>2<\/sub>, was etwa 2200 kWh\/t CO<sub>2<\/sub> entspricht. Um das etwas konkreter mit einem Beispiel zu verdeutlichen: Es wird der Strom von 2200 f\u00fcr eine Stunde unter Volllast laufenden Staubsaugern ben\u00f6tigt, um mit diesem Verfahren eine Tonne CO<sub>2<\/sub> aus der Luft zu entfernen und zu speichern. Wenn Deutschland allein durch diese Technologie seine pro Jahr zu verantwortenden rund 660 Millionen Tonnen CO<sub>2<\/sub>-Emissionen aus der Luft reduzieren wollte, w\u00fcrde dies etwa 1452 Terawattstunden erfordern, was mehr als dem Dreifachen des j\u00e4hrlichen Stromverbrauchs Deutschlands entspricht. Woher diese zus\u00e4tzlichen Strommengen f\u00fcr die CO<sub>2<\/sub>-Abscheidung zus\u00e4tzlich zu dem noch nicht verf\u00fcgbaren Strom f\u00fcr zuk\u00fcnftige W\u00e4rmepumpen, Elektroautos und E-Fuels kommen sollen, wurde auch in Doha nicht schl\u00fcssig erl\u00e4utert. Das &#8222;Global Commitment on Renewable Energy and Energy Efficiency&#8220;, das von 123 L\u00e4ndern unterst\u00fctzt wird und darauf abzielt, die weltweite Kapazit\u00e4t an erneuerbaren Energien bis 2030 zu verdreifachen und die Energieeffizienz zu verdoppeln, wird in diesem Kontext nicht ausreichen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Carbon Capture and Storage<\/strong><\/p>\n<p>Nicht nur die OPEC, sondern auch alle anderen gro\u00dfen \u00d6lnationen bef\u00fcrworten Carbon Capture and Storage (CCS) sowie die Verwendung des CO<sub>2<\/sub> zur Verbesserung der \u00d6lgewinnung (Enhanced Oil Recovery (EOR) ) und zur Reduzierung von Gasabfackelungen. Diese Technologie ist momentan im globalen Ma\u00dfstab ebenfalls zu vernachl\u00e4ssigen. Derzeit sind weltweit rund 40 kommerzielle Anlagen f\u00fcr die Abscheidung und Speicherung von Kohlenstoffdioxid in Betrieb. Sie haben eine Gesamtabscheidungskapazit\u00e4t von mehr als 45 Millionen Tonnen CO<sub>2<\/sub> pro Jahr und k\u00f6nnten theoretisch 0,1216% der globalen Emissionen abfangen. Allerdings werden diese gro\u00dfen Anlagen fast ausschlie\u00dflich f\u00fcr die EOR eingesetzt und binden kein zus\u00e4tzliches CO<sub>2<\/sub> aus der Atmosph\u00e4re. Die sog. \u201eVerbesserte \u00d6lgewinnung\u201c (EOR) ist ein Verfahren zur Erd\u00f6lf\u00f6rderung, das nur dann angewendet wird, wenn herk\u00f6mmliche prim\u00e4re oder sekund\u00e4re Techniken nicht mehr erfolgreich sind. Die kohlendioxidunterst\u00fctzte Erd\u00f6lf\u00f6rderung (CO2-EOR) ist eine Methode, um \u00d6l aus reifen und unproduktiven Feldern zu gewinnen, die mit konventionellen Techniken nicht mehr rentabel sind. Au\u00dferdem werden Kohlenstoffabscheidung und -speicherung sowie die Reduzierung von Gasabfackelungen als Ma\u00dfnahmen zur Minderung von Treibhausgasemissionen eingesetzt. EOR kann die Lebensdauer eines bestehenden \u00d6lfeldes um mehrere Jahre bis Jahrzehnte verl\u00e4ngern und die F\u00f6rderung von Millionen Barrel \u00d6l zus\u00e4tzlich erm\u00f6glichen. Eine \u00d6l- oder Gasplattform ben\u00f6tigt hierf\u00fcr jedoch betr\u00e4chtliche Energiemengen. Die Energie wird gew\u00f6hnlich mit gewaltigen Turbinen aus dem gewonnenen Gas erzeugt, wobei die Abgase, also CO<sub>2<\/sub>, in die Lagerst\u00e4tte zur\u00fcckgepresst werden. Auf diese Weise bleibt der F\u00f6rderdruck aufrechterhalten und die Str\u00f6mungseigenschaften des \u00d6ls verbessern sich.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Kohleausstieg<\/strong><\/p>\n<p>Hinsichtlich des Kohleausstiegs wird ein schneller Ausstieg aus der ungebremsten Kohleverstromung in diesem Jahrzehnt sowie ein sofortiger Stopp der Genehmigung neuer Kohlekraftwerke gefordert. Die nationalen Beitr\u00e4ge zum Klimawandel h\u00e4ngen dabei eng mit den vergangenen kumulierten CO<sub>2<\/sub>-Emissionen zusammen. Dies liegt daran, dass ein erheblicher Teil des emittierten CO<sub>2<\/sub> \u00fcber Jahrhunderte hinweg in der Erdatmosph\u00e4re verbleibt. Aus diesem Grund besteht ein gro\u00dfes Interesse daran, die nationalen Beitr\u00e4ge zum Klimawandel zu bestimmen und fair zu verteilen. Auf diese Weise k\u00f6nnen verbindliche Zusagen zur Dekarbonisierung bzw. Minderungspfade formuliert und der l\u00e4nderspezifische Anteil am verbleibenden Kohlenstoffbudget ermittelt werden. In diesem Kontext stehen zwei Alternativen zur \u00dcbernahme der Verantwortung f\u00fcr historische Emissionen in der Diskussion. Eine davon besagt, dass \u201egerechte\u201c Reduktionsma\u00dfnahmen von der historischen Verantwortung geleitet werden, w\u00e4hrend die andere die Bem\u00fchungen um globale Klimaziele als &#8222;zukunftsorientierten Prozess&#8220; beschreibt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Methan<\/strong><\/p>\n<p>Methan hat im Vergleich zu Kohlendioxid, welches hunderte bis tausende Jahre in der Atmosph\u00e4re verbleiben kann, eine vergleichsweise kurze Lebensdauer von etwa 12 Jahren. Trotzdem ist Methan (CH4) ein extrem starkes Treibhausgas mit einem globalen Erw\u00e4rmungspotenzial, welches 24- bis 28-mal h\u00f6her ist als das von Kohlendioxid (CO<sub>2<\/sub>). Der Anteil von Methan am anthropogenen Treibhauseffekt bel\u00e4uft sich auf ungef\u00e4hr 17%. Es wurde zum ersten Mal explizit in die Verhandlungen aufgenommen. &#8222;Die Vertragsparteien haben in Betracht gezogen, weitere Ma\u00dfnahmen zur Verringerung der Emissionen anderer Treibhausgase als Kohlendioxid bis 2030 zu ergreifen. Diese umfassen eine weltweite Senkung der Methanemissionen um mindestens 30 Prozent bis 2030 und um 40 Prozent bis 2035.&#8220;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>\u00d6kosysteme<\/strong><\/p>\n<p>Seit Beginn der Klimakonferenzen gelten naturbasierte L\u00f6sungen als vielversprechend. Allerdings besteht bis heute kein verl\u00e4ssliches Rahmenwerk zur Vermeidung von Doppelz\u00e4hlungen, welches f\u00fcr die Kompensation von Kohlenstoff unerl\u00e4sslich w\u00e4re. Diese Tatsache wird sich auch auf der diesj\u00e4hrigen COP nicht \u00e4ndern. Um Doppelz\u00e4hlungen zu vermeiden, strebte man in Paris die Einrichtung eines international \u00fcberwachten Mechanismus zur Emissionsreduzierung in einem Land mit anschlie\u00dfender \u00dcbertragung der Ergebnisse auf ein anderes Land an. Kriterien f\u00fcr ein qualitativ hochwertiges Klimaschutzprojekt w\u00e4ren dabei neben der Vermeidung \u00fcbertriebener Wirkungseinsch\u00e4tzungen vor allem die Zus\u00e4tzlichkeit der Ma\u00dfnahme sowie die Dauerhaftigkeit der Speicherung. Die gegenw\u00e4rtige Literaturlage verdeutlicht, dass die meisten Kompensationsprojekte in Bezug auf ihre Wirkungsweise, Zus\u00e4tzlichkeit und insbesondere Dauerhaftigkeit gravierende M\u00e4ngel aufweisen.<\/p>\n<p>In dem Entwurf wird die Bedeutung von \u00d6kosystemen als Kohlenstoffsenken und -speicher hervorgehoben: &#8222;Es ist von gro\u00dfer Bedeutung, die Natur und \u00d6kosysteme zu sch\u00fctzen, zu erhalten und wiederherzustellen. Dies umfasst den Stopp und die Umkehrung der Entwaldung bis 2030 sowie den Schutz von terrestrischen und marinen \u00d6kosystemen, die als Senken und Speicher von Treibhausgasen fungieren, sowie den Schutz der biologischen Vielfalt.&#8220;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Finanzierung<\/strong><\/p>\n<p>Die derzeitige Bereitstellung von Finanzierungen f\u00fcr Klimama\u00dfnahmen, Technologieentwicklung, Technologietransfer und Anpassungskapazit\u00e4ten erscheint unzureichend, um angemessen auf die sich versch\u00e4rfenden Auswirkungen des Klimawandels zu reagieren. Es ist festzustellen, dass der voraussichtliche Bedarf f\u00fcr Anpassungsma\u00dfnahmen etwa 10\u201318-mal h\u00f6her ist als die internationalen \u00f6ffentlichen Finanzierungsstr\u00f6me zur Unterst\u00fctzung. Seit der offiziellen Er\u00f6ffnung des Fonds f\u00fcr Sch\u00e4den und Verluste wurden bisher insgesamt 726 Millionen US-Dollar (674 Millionen Euro) an Zusagen aus einer Vielzahl von L\u00e4ndern wie Deutschland, Italien, Frankreich und den Vereinigten Arabischen Emiraten eingegangen. Es ist bekannt, dass die zugesagten Gelder auf den COPs oft lange brauchen, um diejenigen zu erreichen, die sie am dringendsten ben\u00f6tigen. Eine erfolgreiche COP28 w\u00fcrde dazu beitragen, dass reiche L\u00e4nder ihre Anstrengungen verst\u00e4rken und die im Jahr 2009 vereinbarten 100 Milliarden Dollar f\u00fcr Klimafinanzierung bereitstellen, um Verluste und Sch\u00e4den zu minimieren. Die Vertragsparteien m\u00fcssen Finanzstr\u00f6me reduzieren, die mit dem Klimaschutz sowie der Erreichung der Ziele des Pariser Abkommens unvereinbar sind. Der Fluss von Finanzen in emissionsintensive, schlecht angepasste oder nicht klimaresistente Aktivit\u00e4ten kann durch Ma\u00dfnahmen wie die schrittweise Abschaffung von Subventionen f\u00fcr fossile Brennstoffe, die Bepreisung von Kohlenstoff und die Einf\u00fchrung von Vorschriften reduziert werden. Diese Ma\u00dfnahmen zielen darauf ab, die Voraussetzungen f\u00fcr die Lenkung des Privat- und Finanzsektors zu schaffen, sowie Transparenz und Rechenschaftspflicht des Privatsektors zu verbessern, indem irref\u00fchrende Umweltbotschaften auf den M\u00e4rkten beseitigt und Greenwashing bek\u00e4mpft werden.<\/p>\n<p>Bloomberg berichtet, dass Saudi-Arabien einen COP28-Text ablehnt, der den Ausstieg aus fossilen Brennstoffen fordert. Auch die OPEC-L\u00e4nder tun sich offensichtlich schwer mit Beschl\u00fcssen gegen die fossile Energien.<a href=\"#_ftn2\" name=\"_ftnref2\">[2]<\/a> &#8222;Diejenigen L\u00e4nder, die wirklich an einen Ausstieg aus den Kohlenwasserstoffen glauben, sollten einen Plan vorlegen, wie dies geschehen soll&#8220;, sagte Prinz Abdulaziz bin Salman, der Energieminister des K\u00f6nigreichs Saudi-Arabiens. Es sind harte Worte, aber in gewisser Weise trifft er damit den Kern der Sache.<\/p>\n<p>Und im Hinblick auf Europa warnt der Pr\u00e4sident der Afrikanischen Entwicklungsbank, Dr. Akinwumi Adesina, davor, dass eine neue EU-Kohlenstoffgrenzsteuer den Handel und die Industrialisierung Afrikas erheblich einschr\u00e4nken k\u00f6nnte. Exporte von G\u00fctern mit hoher Wertsch\u00f6pfungstiefe wie Stahl, Zement, Eisen, Aluminium und D\u00fcngemittel w\u00fcrden benachteiligt. Diese Beschr\u00e4nkungen k\u00f6nnten weitreichende Auswirkungen haben.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Emissionshandel als L\u00f6sung?<\/strong><\/p>\n<p>Wie man es auch dreht und wendet \u2013 die Bem\u00fchungen m\u00f6gen gewaltig sein, aber der Teufel steckt im Detail. Gro\u00dfe Fr\u00fcchte haben die vielen Konferenzen der letzten Jahre nicht gebracht, wie die nach wie vor hohen Wachstumsraten in der CO<sub>2<\/sub>-Konzentration der Atmosph\u00e4re aufzeigen. Seit Beginn der regelm\u00e4\u00dfigen und hochpr\u00e4zisen Aufzeichnungen des CO<sub>2<\/sub>-Gehaltes in der Atmosph\u00e4re im Jahr 1958 ist der Wert der CO<sub>2<\/sub>-Konzentration kumuliert um ziemlich exakt 33% gestiegen; ein Trend, der nicht mehr lange andauern darf, wenn das Ziel einer maximalen Erw\u00e4rmung von zwei Grad gegen\u00fcber dem vorindustriellen Zeitalter nicht deutlich verfehlt werden soll. Einen Grund zur Verzweiflung gibt es allerdings nicht; Europa zeigt inzwischen auf, wie es gelingen k\u00f6nnte, Emissionen von Jahr zu Jahr reduzieren. Dass dies gelingt, d\u00fcrfte zu einem gro\u00dfen Teil mit dem EU-Emissionshandel zusammenh\u00e4ngen. Vor allem in den letzten Jahren war auff\u00e4llig, dass vor allem die Sektoren, die dem Emissionshandel unterliegen, erfolgreich Emissionen reduzieren konnten. China hat nicht ohne Grund den europ\u00e4ischen Ansatz des Emissionshandels kopiert und ist gerade dabei, ein vergleichbares System zu implementieren. In anderen Regionen der Welt ist leider noch nicht erkennbar, dass sich dieser Ansatz durchsetzt. In letzter Konsequenz w\u00fcrde ein gut konstruierter globaler Emissionshandel Klimakonferenzen so gut wie \u00fcberfl\u00fcssig machen und gleichzeitig die politisch gesetzten Reduktionsziele nahezu garantiert erbringen. Und das zu Vermeidungskosten, von denen Politiker weltweit bisher nur tr\u00e4umen konnten. Es ist fast ein wenig schade, dass europ\u00e4ische Politiker so schlechte Botschafter eines Systems sind, dass global wirklich einen Unterschied machen k\u00f6nnte.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.cap2.eu\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/COP28-Zwischenfazit-auf-dem-letzten-Meter.pdf\">Laden Sie den gesamten Artikel als pdf runter.<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die COP28-Konferenz in Dubai geht langsam dem Ende entgehen, und es ist an der Zeit, ein erstes Fazit zu ziehen. Die Hauptaufgabe der Konferenz bestand darin, eine Bilanz zu ziehen, wo die Welt acht Jahre nach der Unterzeichnung des Pariser Abkommens steht &#8211; und wie die L\u00e4nder die massiven Defizite zu beheben gedenken, die in der Umsetzung von Zielvorgaben entstanden sind. Gemessen an der CO2-Konzentration in der Atmosph\u00e4re sind alle bisherigen Klimakonferenzen gescheitert. Seit Beginn regelm\u00e4\u00dfiger Messungen im Jahr 1958 steigt die Konzentration von CO2 in der Atmosph\u00e4re exponentiell an, und daran haben die bisherigen Konferenzen der letzten 20 Jahre &#8230; <\/p>\n<div><a href=\"https:\/\/www.cap2.eu\/de\/cop28-zwischenfazit-auf-dem-letzten-meter\/\" class=\"more-link\">Read More<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":10,"featured_media":1878,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"footnotes":""},"categories":[35],"tags":[],"class_list":["post-2403","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-standpunkte"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.cap2.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2403","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.cap2.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.cap2.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.cap2.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/10"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.cap2.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=2403"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.cap2.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2403\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":4172,"href":"https:\/\/www.cap2.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2403\/revisions\/4172"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.cap2.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/1878"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.cap2.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=2403"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.cap2.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=2403"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.cap2.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=2403"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}