Klimaneutrale Portfolios durch stillgelegte Emissionsrechte

Aus Absolute.Impact 02/22: Immer schwieriger wird es bei den zahlreichen Angeboten von Klimaschutzmaßnahmen noch den Überblick zu behalten und die Spreu vom Weizen zu trennen. Trägt man wirklich dauerhaft zur Minderung der globalen Emissionen bei, wenn man den eigenen CO2 Fußabdruck mit Kompensationszertifikaten von Wasserkraftwerken bereinigen will, die vor Jahren in Indien gebaut wurden? Welchen Beitrag kann eine Beteiligung an Baumpflanz-Projekten im Regenwald bringen? Zweifel sind berechtigt. Ist das Kraftwerk schon gebaut, wird durch die günstig gehandelten Nachweise nur der Ruhm vergangener Tage umverteilt. An den künftigen Emissionen ändert sich dadurch nichts. Und Investitionen in Aufforstungen bringen nur etwas, wenn …

Polens Probleme mit dem Emissionshandel sind hausgemacht

Polens Probleme mit dem Emissionshandel sind hausgemacht Einen besseren Beweis für die Wirkung des Europäischen Emissionshandels als den Protest des polnischen Ministerpräsidenten Mateusz Morawiecki gibt es nicht. Kein Land Europas fördert mehr Steinkohle als Polen. Mehr als 70 Prozent des polnischen Stroms kommt aus Kohlekraftwerken. Schlimmer noch, die etwa 100 Kraftwerke des Landes sind im Schnitt rund 40 Jahre alt und stoßen viel mehr Treibhausgase aus als moderne Kraftwerke. Über 160 Millionen Tonnen CO2 wurden von ihnen zuletzt pro Jahr ausgestoßen. Drei weitere Kohlekraftwerke mit rund 4 Millionen Tonnen CO2-Ausstoß pro Jahr sind in Planung. Und obwohl von den 50 …

Die Zahl der Emissionsrechte muss sinken

Citywire, 29.11.2021 Hanjo Allinger, Professor für Volkswirtschaftslehre an der TH Deggendorf und Geschäftsführer der CAP2, spricht über die Schwierigkeit nachhaltiger Anlagen. Nachdem die Beschlüsse der 2015 UN-Klimakonferenz in Paris im Januar in Kraft getreten sind, ist eine sichere Kompensation der eigenen Emissionen durch Kompensationsprojekte kaum noch möglich. Weil sich jetzt jedes Land individuell zu einer Reduktion der Emissionen verpflichtet hat, besteht stets die Gefahr, dass die Gast-Länder von Klimaprojekten in Folge des Engagements von Klimaschützern eigene Bemühungen zur CO₂-Reduzierung verringern. Damit kann die dort erzielte Einsparung nicht mehr sicher als zusätzlich erbracht angesehen werden und mit eigenen Emissionen verrechnet werden. …

Wie der CO2-Emissionshandel das Klima wirklich schützen kann

Interview mit private banking, veröffentlicht am 21.11.2021 Experten sind sich einig: Um die Pariser Klimaziele erreichen zu können, muss Kohlenstoffdioxid aus der Atmosphäre entfernt werden. Ein Vorschlag dazu kommt von einem Team um den Physiker Johannes Bednar vom International Institute for Applied Systems Analysis in Laxenburg (Österreich). In der Fachzeitschrift „Nature“ schlägt es ein spezielles Emissionshandelssystem (EHS) vor.   private banking magazin: Herr Allinger, Sie haben sich eingehend mit dem Modell von Johannes Bednar befasst. Können Sie es uns kurz erläutern?  Hanjo Allinger: Materiell fordern die Autoren die Implementierung eines jährlichen Schwellenwertes für Emissionen. Dieser könnte unabhängig von der Anzahl …

Die Regierung sollte Emissionsrechte aufkaufen und stilllegen

Das Recht, CO2 zu emittieren, kann gehandelt werden. Das ist kein Skandal, der Emissionshandel ist vielmehr ein mächtiges Instrument, den Klimawandel zu bekämpfen, ohne dass dies auf Kosten der Gesellschaft geschieht. Der eigentliche Skandal ist, dass die Politik den Emissionshandel offenbar mehrheitlich nicht verstanden hat. Erstens stellt der Europäische Emissionshandel sicher, dass stets nur im Umfang der ausgegebenen Rechte Emissionen in die Luft gelangen. Zweitens werden bei steigenden Preisen die Einsparungen immer von den Unternehmen erbracht, die es am günstigsten können: Wer eine Tonne CO2 oder äquivalente Abgase für weniger als 60 Euro vermeiden kann, die derzeit für ein Verschmutzungsrecht …

Klimarisiken im Portfolio – wie geht man damit um?

Nicht erst seit der Bundestagswahl ist der Klimawandel ein dominierendes Thema. Während aber viele andere relevante Themen mit der Zeit an Bedeutung verlieren, dürfte der Klimawandel in den kommenden Jahrzehnten dauerhaft auf der Agenda bleiben. So überrascht es nicht, dass auch aus Sicht des Portfoliomanagements klimarelevante Themen immer mehr in den Mittelpunkt rücken und zu einer zentralen Fragestellung der Portfoliokonstruktion werden. Dabei dreht sich die gesamte Diskussion letztlich um die Frage, inwieweit und in welcher Weise für Asset Manager die Möglichkeit besteht, auf den Klimawandel zu reagieren. Denn vom Klimawandel gehen verschiedene Wirkungen auf Portfolios aus. Zum einen dürfte es …

Kappen statt kompensieren

Jörg Birkelbach führte mit mir ein Interview für impact-tv.de und investmentcannel.eu.   Klicken Sie auf den unteren Button, um den Inhalt von impact-tv.de zu laden. Inhalt laden